PKV oder GKV




Die Krankenversicherung im Vergleich

Die Krankenversicherung im Vergleich (PKV) ist in Deutschland zu den Sozialversicherungen zu zählen. Neben der Unfall-, der Arbeitslosen-, der Renten- und der Pflegeversicherung bildet sie damit die fünfte Säule der Sozialversicherungen. Die Krankenversicherungen sind in Deutschland bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Teil der Sozialversicherungen und bilden damit eine Grundlage des Sozialstaates bis zum heutigen Tage.

Grundsätzlich ist der Abschluss einer Krankenversicherung für jeden Arbeitnehmer zwingend vorgeschrieben. Diese Auflage wird schnell verständlich, wenn man den Sinn und Zweck einer Krankenversicherung bedenkt. Eine Krankenversicherung übernimmt generell alle Kosten, die dem Versicherten durch Krankheit entstehen können. Hierzu sind Besuche beim Haus- und Facharzt ebenso zu zählen wie Operationen. Jedoch sind auch alle vorbeugenden Maßnahmen, die der Erhaltung der Gesundheit des Versicherten dienen, im Leistungsumfang einer Krankenversicherung enthalten. Auf diese Weise stellt eine Krankenversicherung damit grundsätzlich die Arbeitsfähigkeit des Einzelnen sicher, die vor finanziellen Engpässen schützen kann. Der Leistungsfall einer Krankenversicherung in Deutschland tritt im Falle von Krankheit des Versicherten ein. Auch bei Arztbesuchen, die der Prophylaxe dienen, ist die Krankenversicherung in der Pflicht, die notwendigen Kosten hierfür zu tragen. Die Kosten für alle erforderlichen medizinischen Maßnahmen werden von den Krankenkassen übernommen. Die Abrechnung mit dem behandelnden Arzt oder dem Krankenhaus wird in diesem Rahmen ebenso von den Krankenkassen übernommen. Grundsätzlich steht es jedem Versicherten frei, für welche Krankenkasse er sich entscheidet. Die Unterschiede im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen erstecken sich auf die jeweils angebotenen Leistungen. Die Höhe der Beiträge ist seit dem Jahr 2010 bei allen gesetzlichen Krankenkassen identisch und bemisst sich prozentual an der Höhe des Einkommens des Versicherten.

Private Krankenversicherung (PKV) vs. gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Heutzutage lässt sich der Bereich der Krankenversicherung in einen privaten und einen gesetzlichen Zweig unterscheiden. Die prinzipielle Aufgabe der Krankenversicherung ist bei beiden Versicherungsarten gleich. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich der Beitragserhebung und dem jeweiligen Leistungsumfang. Die Beitragshöhe staffelt sich bei der PKV nicht nach dem Einkommen, sondern dem individuellen Gesundheitsrisiko des Einzelnen. Dies bedeutet vereinfacht gesagt: Je jünger und gesünder der Versicherte ist, umso günstiger werden die Beitragskonditionen für ihn ausfallen. Insbesondere für Besserverdienende ergibt sich aus dieser Tatsache ein eindeutiges Einsparpotential im Vergleich zu einer GKV.