Kaufen oder mieten?




Tipps zur Wohnungssuche

Der Mensch wechselt naturgemäß seinen Wohnsitz nicht so oft wie seine Unterhosen und ist deshalb in dem Bereich Wohnungssuche ungeübt. All diejenigen, die ihre vier Wände häufiger als ihre Unterhosen wechseln, sind wohl bei einem Arzt besser aufgehoben, der Rest kann gerne die nachfolgenden Tipps zur Wohnungssuche durchlesen. Der Grund für einen Umzug kann die eigene Familienplanung, eine Trennung, ein Arbeitswechsel, die Kündigung durch den Vermieter wegen Eigenbedarf oder einfach nur die pure Lust auf einen Ortswechsel sein. Im besten Falle hat man ausreichend Zeit, um sich in Ruhe nach einem neuen Heim umzusehen.

Bevor man mit der Wohnungssuche beginnt, empfiehlt es sich, die Anforderungen an das künftige Zuhause zu notieren. Dabei sollte insbesondere auf die Kriterien Lage, Infrastruktur, Mindestgröße und Preis eingegangen werden. Ferner sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man sich für ein Miet- oder ein Kaufobjekt interessiert. Bei einem Ortswechsel ist es ratsam, erst einmal eine Mietwohnung zu nehmen, damit man genügend Zeit hat, Land und Leute kennen zu lernen, bevor man mit dem Kauf eines Eigenheims längere Zeit an die Umgebung gebunden ist.

In Onlineportalen wie z.B. www.immobilienscout24.de und regionalen Zeitschriften, insbesondere den Wochenendausgaben der Zeitungen, bekommt man u.a. ein großes Angebot an Mietwohnungen. Das Internet bietet den Vorteil, sich am heimischen PC einen ersten Eindruck von der Immobilie zu verschaffen, indem man die eingestellten Bilder der Wohnung eingehend betrachtet. Zudem hat man die Möglichkeit, selbst eine Gesuch-Anzeige aufzugeben. Es gilt Augen und Ohren immer offen zu halten, sobald man auf der Suche nach seiner neuen Bleibe ist. Infotafeln („Schwarze Bretter“) in der Universität und in Supermärkten könnten auch der Weg zum neuen Heim sein. Eine Anfrage bei der Gemeinde nach freien Wohnungen ist ebenso eine Möglichkeit der Wohnungssuche. Auch ist es sinnvoll, Bekannte, Verwandte und Freunde über den beabsichtigten Umzug zu informieren, um über eventuell demnächst freistehende Mietobjekte umgehend informiert zu werden.

Die Suche nach der geeigneten Wohnung kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Wem diese Zeit zu Schade ist, der kann einen Makler beauftragen. Nach einem Gespräch wird der Vermittler wissen, welche Wünsche sein Kunde bezüglich der neuen Wohnung hat und sich umgehend darum bemühen. Ein Makler erspart Ihnen das Ausfiltern der Mietangebote sowie lange Telefongespräche mit dem potentiellen neuen Vermieter. Der Vermittler wird nur die für Ihre Ansprüche geeigneten Objekte herausfiltern und Ihnen vorstellen. Sie können dann stressfrei die vorgeschlagenen Wohnungen besichtigen und sich in Ruhe dafür oder dagegen entscheiden. Einziges Manko des Maklers ist, dass er die Wohnungsvermittlung nicht aus Nächstenliebe betreibt, sondern dafür zu Recht eine Provision verlangt. Bei der Wohnungsbesichtigung sollten Sie auch auf Fragen des Eigentümers gefasst sein. Oftmals möchte dieser Auskünfte über Einkommen, Familienstand, Hobbies, Haustiere sowie über den Grund des Umzuges.

Zur Wohnungsbesichtigung ist ein Notizblock fast unverzichtbar, um sich Details wie z.B. Bruttomiete, Höhe der Kaution und besondere Pflichten der Hausbewohner vermerken zu können. Von Vorteil ist außerdem ein Fotoapparat, um bei mehreren Besichtigungen den Überblick zu behalten. Nicht fehlen sollte ferner ein Meterstab, um die Zimmergrößen und Stellmöglichkeit der Möbel abzumessen. Ein Bekannter als "zweite Meinung" mit zur Besichtigung zu bringen kann ebenfalls nur hilfreich sein. Genauso wie ein Blick auf die Nachbarschaft. Ein kurzes Schwätzchen mit der in fast jedem Mietshaus vorhandenen „Else Kling“ gibt Aufschluss über Vormieter, Alter der Nachbarschaft sowie deren Lebenswandel. Und mit viel Glück sitzen Sie schon bald im neuen Heim.